Gedichte für melancholische Augenblicke.

.. wenn ich könnte

würde ich dich umarmen,
dich wie wild küssen,
dich nie mehr loslassen,
in dir versinken,
mit dir verschmelzen,

... wenn ich könnte

dann wäre ich mit dir eins

Was nützt es
Was nützt es, wenn ich Dich liebe?
Du wirst ja doch nicht mein
und hoffnungslose Liebe,
die bringt nur Tränen ein.

So werd' ich von Dir lassen,
auch wenn mein Herz zerbricht
und werd auch den nicht hassen,
der glücklich mit Dir ist.

Ach, hätten meine Augen
die Deinen nie gesehen.
So könnt' ich froh und munter
an Dir vorüber gehen...

Wahrheit

Tränen überspülen den Schmerz,
kühlen ihn,
doch lindern ihn kaum.
Wieder mal enttäuscht worden,
angelogen worden,
betrogen worden.
Voller Naivität hab ich fest
an Dich geglaubt.

Doch ich übersah
die Wahrheit
in Deinen Augen,
weil ich
an die Wahrheit
Deiner Worte glaubte.

Schau noch mal zurück,
bevor du gehst,
schenk mir ein letztes Lebewohl
ein letztes Lächeln...

Etwas, an das ich mich klammern kann,
wenn du die Tür
hinter dir zugeschlagen hast.

Etwas, was mich immer begleiten wird,
was mich lächeln lässt,
wenn ich an dich denke.

Schau noch mal zurück...


In dir habe ich das gefunden,
was ich immer gesucht habe,
eine Seele,
die so verträumt ist wie meine,
der leise Worte wichtiger sind
als lautes Getöse,
mit Freude an den kleinen Dingen
des Lebens.

Keine Liebe auf den ersten Blick,
kein Blitz,
der in mich eingeschlagen ist.

Gefühle, die gewachsen sind,
Interesse,
aus der Zuneigung wurde,
Zuneigung,
die allmählich Liebe gebar.
Liebe,
die begierig darauf war,
erwidert zu werden.

Schade,
dass du auf der Suche
nach etwas anderem bist.


Manchmal denkt sie zurück
an die Zeit,
in der sie sich kennenlernten,
ein Mann voller Fantasie,
jeder Tag
eine neue Überraschung.

Heute kann sie
die Uhr nach ihm stellen,
weiß schon im voraus,
was er gleich sagen wird,
jeder Tag
der gleiche Trott.

Und sie lächelt leise,
wenn sie daran denkt,
wie er morgen gucken wird,
das Bett neben ihm leer,
jeder Tag
in Zukunft ohne sie...

Wenn du gehst,
dann nimm mich mit dir,
irgendwo,
in einer kleinen Ecke
deines Herzens,
du weißt,
ich brauche nicht viel Platz.

Hol mich manchmal hervor,
damit ich etwas Licht sehe,
vergieß eine Träne,
damit ich nicht verdurste,
verschwende einen Gedanken an mich,
damit meine Träume Nahrung haben,
70 Kilometer entfernt.