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FRIEDEN..

Seid ihr den Geschlechterkampf leid? Männer und Frauen sind unterschiedlich, darin besteht keine Frage. Aber anstatt sich auf die negativen Eigenschaften von Männern und Frauen zur verschärfen, warum nicht die Positiven loben?

Lasst uns mit den Frauen anfangen:

Frauen sind mitfühlend, liebevoll, und sozial. Frauen weinen, wenn sie glücklich sind. Frauen machen immer kleine Dinge um zu zeigen dass sie sich kümmern. Sie werden auf keinen Fall aufgeben um das, ihrer Meinung nach, beste für ihre Kinder zu bekommen (beste Schule, bester Arzt,...) Frauen haben die Fähigkeit zu lächeln, wenn sie so müde sind, dass sie kaum aufstehen können.
Sie wissen wie man ein einfaches Essen in ein Festmahl verwandelt. Frauen wissen wie sie das meiste für ihr Geld bekommen. Sie wissen wie man einen traurigen Freund tröstet. Frauen bringen Freude und Lachen in diese Welt. Sie wissen wie man Kinder für endlose Stunden beschäftigt! Sie sind liebenswürdig und loyal. Frauen haben einen Willen aus Stahl hinter ihrem sanften Auftreten. Sie würden Meilen gehen um einem Freund in Not zu helfen. Frauen sind durch Ungerechtigkeit leicht zu Tränen zu bringen. Sie wissen wie man einem Mann das Gefühl gibt ein König zu sein. Frauen machen die Welt zu einem glücklicheren Ort zum Leben.

Jetzt die Männer:

Männer können gut schwere Sachen heben und Spinnen töten.

Der Vorteil der Klugheit liegt darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. (Kurt Tucholsky)

Best of Harald Schmidt..

"Die Zauberflöte ist von Mozart und nicht von Beate Uhse." 

"Bill Gates ist Vater geworden. Das Kind kriegt keinen Laufstall sondern gleich ein ganzes Laufwerk." 

"Der Unterschied zwischen dem Hund und der Oma ist: Der Hund findet wieder nach Hause."

"Ich brauche keinen Schachcomputer. Dass Menschen den Maschinen überlegen sind, kenne ich zum Beispiel schon von meinem Videorecorder."
"Einer der genialsten Modeschöpfer, Karl Lagerfeld, arbeitet in Zukunft für Quelle. Das ist nichts Neues, daß Top-Leute bei Billiganbietern arbeiten - auch ich bin bei SAT.1"

"Haschisch erweitert ihr Bewußtsein - aber nur, wenn Sie vorher eines hatten." 

"Tanzen, das heißt bei mir, die Frau muß versuchen ihre Füße schneller wegzuziehen, als ich drauftreten kann."

"Disco in Holland? Wie ist das eigentlich, wenn man in einem Wohnwagen tanzt?"

"In Bayern gilt ein Kellner bereits als freundlich, wenn er nicht handgreiflich wird."

"Das Wasser in unseren Flüssen ist wieder besser geworden: Längst ausgestorbene Fischarten sind wieder da: Forellen und Salmonellen..."

"Ich wollte Dir zuerst ein kleines Kondom schenken. Aber da hat mir mein Sohn erzählt, dass der Moshammer hier war und Dir einen Kaftan geschenkt hat. Den hast du während der Sendung angezogen, und ich dachte, wenn ich Dir ein Kondom mitbringe..." (Howard Carpendale zu Harald Schmidt)

"Eine alte Volksweisheit hat sich wieder mal bewahrheitet: Börsen-Crash in Japan - es trifft eben immer die Kleinen..."

"Üzgür hat heute morgen zu mir gesagt: 'Chefe, höre mal, Studenten streiken!' - Da habe ich gesagt: 'Was soll das denn heissen? Fahren heute keine Taxis?..."

In Italien gibt es jetzt das erste Tiefkühlkind: das erste Kind aus tiefgefrorenem Ei und tiefgefrorenen Spermien. Liebe besorgte Eltern! Wenn Sie dann bei Ihrem Neugeborenen solche kleinen Hautrötungen am Popo sehen... Das ist nicht etwa Milchpilz oder so etwas, das ist Gefrierbrand!"

"Wie funktionierte früher ein Ossi-Kompaß? Man legte eine Banane auf die Mauer und wo abgebissen wurde war Osten!"

"Woran merkt man, daß Sommer wird? Der Regen ist wieder wärmer!"

"Die Kelly Family muss drei Millionen Mark Abfindung zahlen, und zwar an einen Berater. Ich würde sagen, wenn Sie drei Millionen von der Kelly Family aus deren blanken Händen bekommen - sofort Geldwäsche!"

"Klinsmann soll damals bei Bayern München gesagt haben 'Rehagel muss weg!'. Und wir wissen hundertprozentig, Jürgen Klinsmann hat nie gesagt 'Der Rehagel muss weg!' sondern er hat gesagt 'Der Rehagel ist der, wo weg muss...."

"Die Hühnergrippe ist zur Zeit im Anmarsch. Ein Leben wie ein Huhn - viele Männer kennen das ja aus dem Büro. Den ganzen Tag auf der Stange sitzen und ab und zu mal ein Korn..."

"In England werden jetzt Supermarkt und Kirche kombiniert! Wenn bei uns die Kombination aus Kirche und Supermarkt kommt - das wird toll: Unser täglich Brot gib' uns heut' - zum Beispiel Roggenbrot, abgepackt, 1,99 DM..."
 
"Wie kastriert man einen Kühlschrank? Tür auf, Eier raus, Tür zu..!"

"Ein Polizeiskandal in Berlin! Vier Polizisten betreiben nebenher ein Bordell. Man spricht schon vom Blaulichtmilieu..."

"Die Forschung hat jetzt festgestellt: Sitzen ist sehr ungesund für Bandscheiben und Rücken! Seit ich das weiss, bleibe ich in der Strassenbahn immer sitzen und biete einem Rentner meinen Stehplatz an und sage: Leben Sie gesund!"

"Es gibt einen Sarg in den Vereinsfarben und mit Emblem des FC Bayern München. Verschiedene Variationen sind erhältlich: die Billigausführung und die Edelausführung in Mahagoni, Samt und mit Premiere-Decoder..."

"Wissen Sie, wie diese Buckel zur Verkehrsberuhigung in England heissen? Sleeping Policemen! Sleeping Policemen - wäre das nicht eine ABM-Massnahme..."

 "Das Fussballspiel am Samstag in Hannover. Es gab unglaublich viele Chancen diese drittklassige Mannschaft zu schlagen - aber die Albaner haben es nicht geschafft..."

"Rene Schneider hat sich nicht einmal für die 300.000 Mark Prämie bei unserem DFB-Chef Egidius Braun bedankt - sozusagen für die Braunkohle..."

"Claudia Schiffer macht jetzt in Köln den Führerschein. Sie hat schon Lieblingsstrecken ausfindig gemacht und weiss genau, wie schnell sie fahren muss, um möglichst oft geblitzt zu werden."

"Auf der Lebensmittelmesse in Köln gibt es etwas tolles Neues: ein Pommes- und Nudelautomat. Ich habe mich etwas gewundert, Nudelautomat, hiess das nicht früher Vibrator...?"

"Gab es eigentlich schon Lottogewinner, die sich aus dem Fenster gestürzt haben? - Sie wissen, dieser Tod heisst Tip-Ex..."

"Exhibitionistentagung in Essen - Von zehn Exhibitionisten zeigen sich übrigens zwei gerne vor Kindern, drei vor Frauen und fünf in Talkshows."

"Henry Maske erotischster Mann des Jahres - Ich habe es immer gewusst: Frauen wollen geschlagen werden."

"Prominente sollen Zug-Ansagen sprechen - Stellen Sie sich da mal Scharping vor: "Wenn ich schneller sprechen würde, hätten Sie eben am Dom aussteigen können." Oder Horst Tappert: "Harry, fahr doch mal den Zug vor."

"Claudia Schiffer will nach Bosnien - Wie viel Leid müssen diese Menschen noch ertragen?"

"Claudia Schiffer hat Falten - Das ist völlig normal, wenn man zuwenig gebügelt wird."

"Zehn Jahre Lindenstrasse - Ohne Bewährung."

"Margarethe Schreinemakers geht zum ZDF. Nicht endgültig, aber für die sehr erfolgreiche Sendung "Menschen", bisher moderiert von Günther Jauch. Früher war sie beim WDR dann bei RADIO BREMEN, dann lange Jahre und sehr erfolgreich bei SAT1, jetzt zum ZDF und dann bei RTL. Dachte Adamo an sie, als er sang: Es geht eine Träne auf Reisen?"

"Reinheitsgebot für Bier bleibt - Leider nicht für das Glas."

"Brunkener Busfahrer: Mit 2,4 Promille durch die City - Den Fahrgästen ist das erst aufgefallen, als er während der Fahrt aufgestanden ist, um hinten die Fahrscheine zu kontrollieren."

"Offene Briefe - Das kennen vor allem die Bürger aus den neuen Ländern."

"6,2 Millionen Deutsche in Flensburg gemeldet - Häufigste Verkehrssünde: Wagenwaschen in Unterhemd und Trainingsanzug."

"Möbelmesse - Der Stand von Ikea konnte noch nicht aufgebaut werden, es fehlen noch ein paar Schrauben."

"Steuern - Italien ist im Steuerfahndungsfieber. Verständlich: Bislang wurde der Staatshaushalt ja komplett aus deutschen Handtaschen bestritten."

"Silvester - Was viele Frauen ärgert: An Silvester können die Männer plötzlich zwei Stunden am Stück knallen, und das bei minus 20 Grad."

"ADAC - Das sind die Gelben Engel, nicht zu verwechseln mit den dienstbaren Thai-Mädchen am Dorfausgang."

"Weihnachten - Zwei Tage nach dem Heiligen Abend in Deutschland ist dann Bescherung in Polen."

"Holländische Polizisten schiessen zu viel - Was sollen sie auch machen? Mit einem Wohnwagen am Polizeiauto ist eine Verfolgungsjagd praktisch zwecklos."

"Unfälle im deutschen Haushalt: 74000 Leute stürzten von Leitern - Beim Dübeln an der Decke ist wichtig: unten der Drehstuhl, dann der Bierkasten und erst ganz oben das Bügelbrett."
 
 

Männerhaltung..

Männerhaltung

Grundsätzlich:
Sich einen Mann zu halten, ist heutzutage bei weiten nicht mehr so problemlos wie noch zu Großmutters Zeiten und es erhebt sich die Frage, ob sich der Griff zum Mann überhaupt noch lohnt. Wenn sie für manche Dinge durchaus zu gebrauchen sind, so haben sie doch alle einen Fehler. Gottlob gibt es auch einige guten Eigenschaften des Mannes, die jedoch leider sehr selten zu finden sind. Zwei sollte der Auserwählte aber unbedingt aufweisen: Er sollte nützlich sein d.h. brav im Haushalt mithelfen und einigermaßen gut im Bett sein. Er sollte herzeigbar sein d.h. sein Aussehen sollte zumindest kein Mitleid erregen Diese beiden Punkte können nur dann außer Acht gelassen werden, wenn ein Dritter zutrifft: ER ist reich!

1. Anschaffung: Nehmen sie sich genügend Zeit zur Auswahl ihres Mannes und überzeugen sie sich selbst von seinen Fähigkeiten. Tragen sie bitte nicht dazu bei, daß die Zahl der Männer, die später wieder ausgesetzt oder eingeschläfert werden, noch weiter ansteigt.

2. Ernährung: Wie der Mensch ist auch der Mann ein Allesfresser. Man sollte ihm neben Dosenfutter also auch ab und zu frisches Gemüse vergönnen. Vorsicht jedoch vor Blähungen und Überfütterung! Wenn er zu fett ist, wird er unbeweglich und kann nicht mehr so schnell arbeiten.

3. Unterbringung: Man sollte einem Mann nicht den ganzen Tag über einsperren, da er danach depressiv wird, das Fressen und den Sex verweigert und bald eingeht. Wer einen eigenen Garten besitzt, sollte ihn möglichst einmal täglich ins Freie führen, wo er etwas Auslauf hat und seine Geschäfte verrichten kann. Als Schlafstätte empfiehlt sich eine warme, trockene Ecke, die man mit etwas Heu auslegen kann.

4. Pflege: Mindestens einmal im Monat sollte man ihm mit lauwarmen Wasser baden und auf Ungeziefer untersuchen. Um Verletzungen zu vermeiden, sollte sein Bart regelmäßig nachgeschnitten werden.

5. Ausbildung: Empfehlenswert ist die Anschaffung eines bereits ausgebildeten Mannes. Wenn dies nicht möglich ist, dann ist der Besuch von geeigneten Ausbildungskursen ( werden von erfahrenen und speziell geschulten Männerhaltern zu geringen Kosten angeboten) unbedingt zu empfehlen .

6. Fortpflanzung: Männer sind das ganze Jahr über willig und verhalten sich auch dementsprechend. In den meisten Fällen empfiehlt sich eine Kastration oder Eingabe von Bromtropfen damit er wieder einsatzfähig ist. Wenn sie angeführte Punkte beherzigen, werden sie lange Freude mit ihrem Mann haben.

Steigerungen von "MUT"

mutig=
mitten in der Nacht besoffen heim kommen, Deine Frau steht da und
wartet auf Dich mit einem Besen in der Hand und Du fragst: "Bist Du noch am
Saubermachen oder fliegst Du noch irgendwo hin?"

Sehr mutig:
Mitten in der Nacht besoffen heim kommen,
Du duftest nach Parfum und hast Lippenstift am Hemd.
Du haust Deiner Frau eine auf den Arsch und sagst: "Du bist die Nächste...!"


Sehr Sehr mutig =
mitten in der Nacht besoffen heim kommen, deine Frau liegt im
Bett, du siehst aber sie ist noch wach. Du nimmst einen Stuhl und setzt
dich vor Ihr Bett. Auf die Frage: "Was machst du da?" Antwortest du: "Wenn
dein Theater gleich los geht, will ich in der Ersten Reihe sitzen!

Männer-WG..

Die Geheimnisse der Männer - WG

Nach der Geburt muß der Mann noch genau zweimal in seinem Leben einen wärmenden, schützenden Schoß verlassen. Das erstemal, wenn er sein Kinderzimmer räumt. Das zweitemal, wenn er seine kuschelig-miefige Junggesellen-WG verläßt, um mit einer Frau zusammenzuleben. Für viele Männer ist dieser Schritt das wahre Geburtstrauma. Denn die Männer-WG ist ein friedlicher, idyllischer Ort, eine arkadische Landschaft aus verstreuten Tennissocken, Bundesliga-Stecktabellen, getrockneten Zimmerpalmen und Sophie-Marceau-Plakaten. Der Schock ist groß, wenn wir aus diesem Paradies vertrieben werden.

Vielleicht läßt sich die Männer-WG am besten anhand ihres spirituellen Mittelpunktes erklären. Es ist der Bierkasten. Oder, richtiger: Die Kasten Bier. Ganz egal, ob aus diesem getrunken wird, oder nicht - es geht immer darum, "einen Kasten Bier im Haus zu haben". Dieser Kasten Bier ist der augenfällige Beweis einer grundehrlichen, geradezu bauarbeiterhaften Bodenständigkeit, die wir uns trotz unserer lahmen Schlipsträger-Jobs bewahrt haben. Ein Mann braucht einen Bierkasten, um einem anderen Mann seine Zuneigung auszudrücken: "Komm doch mal vorbei, wir haben auch `n Kasten Bier im Haus."

Der Kasten dient außerdem als Legitimation aller möglichen Aktivitäten, die ohne ihn ziellos, ja läppisch erscheinen würden: "Dann trommeln wir ein paar Leute zusammen, schnappen uns einen Ball, gehen in den Park, und wir bringen einen Kasten Bier mit." Zum Kasten Bier gehören in der Männer-WG zahlreiche Rituale, etwa das, keinen Flaschenöffner zu haben, um die Flasche wortlos mittels Feuerzeug, Rohrzange, Tischkante oder am Kasten selbst zu öffnen - wobei die letzte Variante sicher die schönste ist, der Kasten Bier als vollkommenes geschlossenes System. Kein Wunder übrigens, daß man Männer, die lange in Männer-WGs gelebt haben, oft an einer kronkorkenförmigen Narbe unter der Fußsohle erkennt.

Mit dem Kasten Bier, dessen Bedeutung gar nicht zu überschätzen ist, hängt ein anderes Männer-WG-typisches Phänomen zusammen. Was den Protestanten ihr Kirchentag, den Ravern ihre Love-Parade, den Telekom-Aktionären ihre Hauptversammlung, das sind den in WGs organisierten Männern die internationalen Fußballturniere EM und WM: ein großes sinnstiftendes Gemeinschaftserlebnis. Allein das Bewußtsein, daß es sich zur selben Zeit Millionen andere genauso mit Erdnußflips und einem Kasten Bier vor dem Fernseher gemütlich gemacht haben, schafft jenes quasi-erotische Zusammengehörigkeitsgefühl, das man sonst nur durch Einnahme von Ecstasy oder die Ausschüttung einer schönen Dividende erreicht.

Fast so wichtig wie der Kasten Bier ist der blaue Müllsack. Er reduziert nicht nur die Gänge zum Container auf einen pro Monat, er garantiert auch, daß der Kontakt zu den Eltern nicht völlig abreißt: Etwa alle sechs bis acht Wochen schleppen WG-Männer ihre Schmutzwäsche in dem von innen feucht beschlagenen blauen Müllsack zu Mama. Denn die Männer-WG hat keine Waschmaschine oder benutzt sie nicht. Das hat nichts mit Faulheit zu tun, ebensowenig wie die diversen Sedimentschichten Schmutzgeschirr. Vielmehr kommt es in Männer-WGs zu einer physikalischen Anomalie von kosmischen Ausmaßen: Das Gesetz, daß Energie nicht verloren gehen kann, wird in jeder Männer-WG tagein, tagaus aufs neue widerlegt. Energie wird hier spurlos abgesaugt, bis selbst der größte Ehrgeizling seine Aktivitäten darauf beschränkt, eine Kuhle in die Fernsehcouch zu sitzen und ab und zu "machen wir morgen" und "bloß keinen Streß" zu nuscheln. Wenn überhaupt, denn nach jahrelangem Zusammenwohnen beschränkt sich die verbale Kommunikation in der Männer-WG zumeist auf verschiedene Intonationen des Koseworts "Alter". "Alter" ohne Betonung bedeutet: "Hallo, wie geht's, wie war dein Tag?" "Alteeer", gedehnt: Ausdruck großer Begeisterung und Anerkennung, etwa wenn ein Mitglied der WG Pizza geholt hat. "Alter!", nachdrücklich: Du stehst im Bild.

Man merkt schon, in der Männer-WG herrschen vorzivilisatorische Zustände. Viele dort praktizierten Verhaltensweisen sind nur als tiefverwurzelter Aberglaube zu erklären: Nie den Klosettdeckel runterklappen, das bringt Unglück! Die hinteren Regionen des Kühlschranks sind geschützter Lebensraum für mutierte Nahrungsmittel und für Menschen tabu! Comic-Lektüre erleichtert den Stuhlgang! Das heikle Thema Toilettenlektüre hat in diesem Zusammenhang besondere Beweiskraft: Wir Männer wollen es uns überall so gemütlich wie möglich machen. Wir werden von einem Nesttrieb gesteuert, wie er in der Tierwelt kein zweites Mal vorkommt. Wir haben den Schrebergarten, die Eckkneipe und die Business-Class erfunden, damit wir es überall schön heimelig haben: in der "Kolonie kleine Zuflucht", in "Lothi's Präpelstübchen", in der "Executive-Lounge". Und eben in der Männer-WG.

Aus diesem Biotop werden wir jäh herausgerissen, wenn wir zum ersten Mal in unserem Leben mit einer Frau zusammenziehen. Als unsere Männer-WG von der Faust der heterosexuellen Anziehung zerschmettert wurde, ereilte alle meine Freunde dasselbe Schicksal: Frauen, die in das Zusammenleben uns vorher völlig unbekannte Komponenten hereinbrachten. Vor allem kalte, schneidende Vernunft: "Wieso einen ganzen Kasten? Das trinken wir doch nie!" Früher kauften wir Lebensmittel stückweise im Spätkauf der Tankstelle, jetzt bekommen wir Einkaufszettel an die Hand, die in der Reihenfolge der Warenregale im Verbrauchermarkt geordnet sind. Vorbei ist es auch mit der geradezu Biolekschen Harmoniesucht, die wir aus der Männer-WG gewöhnt waren. Zum ersten Mal stellen wir fest, daß man Probleme auch
anders lösen kann, als sie vorm Fernseher oder auf dem Klo auszusitzen. Wir lernen, daß es außerhalb der Männer-WG nicht zur Versöhnung reicht, dem anderen ein blutiges Steak zu braten.

Am gravierendsten aber ist das Ende der Gemütlichkeit. In der Männer-WG kamen Kumpels vorbei ("Habt ihr `n Kasten Bier da?", heute haben wir Gäste. Wir werden plötzlich gezwungen, uns Gedanken zu machen über Tischdecken, Menüabfolgen und Gesprächsstoff, wo früher die Pizza aus dem Karton alle drei Probleme auf einmal löste ("Mann, ist die Pizza heute wieder schmierig." - "Kannste laut sagen." - "MANN, IST DIE PIZZA...", usw.).Während der Mikrokosmus Männer-WG sich selbst genug ist, geraten wir nun ständig mit der Außenwelt in Berührung: mit Theatern, Museen, Einrichtungshäusern und mit den Müllcontainern hinten auf dem Hof. Erst im Zusammenleben mit einer Frau werden wir langsam zu funktionstüchtigen Mitgliedern der sozialen Gemeinschaft. Aber diese Evolution vom Höhlenbewohner zum Homo lebensgefährtiensis ist ein schmerzhafter Prozeß, der uns viele Opfer abverlangt: Zum Beispiel Kurts Hemden-Trick, der einem das Bügeln ersparte: ein ungebügeltes Hemd einen Tag lang unter einem Pullover anziehen, so daß es am nächsten Tag nicht mehr ungebügelt aussieht, sondern so, als sei es gebügelt worden und dann am Körper zerknittert. Nun kann man das Hemd noch zwei Tage ohne Pullover anziehen! Wir haben ihn dafür bewundert, Beate hat ihm nahegelegt, einen Bügelkurs zu belegen. Frank pflegte seinen Sessel so vor den Fernseher zu schieben, daß er den Fuß bequem auf den Fernsehtisch auflegen konnte, um mit der nackten Zehe die Programme zu wechseln und die Lautstärke zu regeln. Eine schöne, körperliche Form von Interaktivität, eine symbiotische Einheit von Mensch und Medium, die langen Fernsehabenden eine geradezu metaphysische Qualität verlieh. Karla hat einfach neue Batterien für die Fernbedienung gekauft, nachdem sie zusammengezogen sind.

Vorbei die Zeiten, da wir uns mit dem heißen Eierwasser einen zeit- und energiesparenden Beuteltee aufgossen.
Noch schwerer aber fällt es uns, Nudeln plötzlich ohne Hilfe der Küchendecke zu kochen. In unserer Männer-WG hatten wir nämlich einen genialen Trick entwickelt, auf den man in Christiane Herzogs Kochstudio lange warten kann: Um festzustellen, wann Spaghetti fertig sind, nimmt man ein paar aus dem Topf und schleudert sie an die Decke. Fallen sie wieder herunter, so sind sie noch zu hart. Bleiben sie kleben, sind sie genau richtig.

Buon appetito!

Shit Happens

... und das in allen Variationen:

Taoismus: Scheiße passiert.
Konfuzianismus: Konfuzius sagt, daß Scheiße passiert.
Buddhismus: Wenn Scheiße passiert, dann ist es nicht wirklich Scheiße.
Zen Buddhismus: Welches ist der Klang der Scheiße, die passiert?
Hinduismus: Diese Scheiße ist in einem früheren Leben passiert.
Islam: Wenn Scheiße passiert, ist es Allahs Wille.
Katholizismus: Wenn Scheiße passiert, dann verdienst du es.
Presbyterianer: Diese Scheiße passierte zwangsläufig.
Judentum: Warum passiert die Scheiße immer uns?
Kalvinismus: Scheiße passiert, weil du nicht arbeitest.
Quäker: Laßt uns über diese Scheiße nicht streiten.
Utopie: Diese Scheiße stinkt überhaupt nicht.
Darwinismus: Diese Scheiße war einmal Essen.
Kommerz: Verpacken wir diese Scheiße.
Kapitalismus: Das ist meine Scheiße.
Kommunismus: Laßt uns diese Scheiße miteinander teilen.
Feminismus: Männer sind Scheiße.
Chauvinismus: Möglicherweise sind wir Scheiße, aber ihr könnt nicht ohne uns leben.
Impressionismus: Aus einiger Entfernung sieht diese Scheiße wie ein Garten aus.
Götzendienst: Diese Scheiße wird vergoldet.
Stoizismus: Diese Scheiße kümmert mich nicht.
Hedonismus: Nichts kommt einem guten Scheiße-Happening gleich.
Mormonentum: Gott hat uns diese Scheiße gesendet.
Rasta: Laßt uns diese Scheiße rauchen.
Agnostiker: Vielleicht passiert Scheiße und dann vielleicht wieder auch nicht.
Atheismus: Welche Scheiße?
Nihilismus: Keine Scheiße.
New Age: Diese Scheiße hat eine Aura.
Optimismus: Scheiße passiert immer den anderen.
Pessimismus: Scheiße passiert immer mir.
Florianiprinzip: Diese Scheiße soll den anderen passieren, mir nicht.
Masochismus: Diese Scheiße soll mir passieren.
Sozialismus: Jeder soll genug Scheiße haben